Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
kfz-sachsen.de - Mit uns fahren Sie auf der Überholspur
 

Lackschäden richtig beseitigen: Profi statt Pinsel

Bonn. Der lange, harte Winter hat am Autolack Spuren hinterlassen. Ein
Rundgang um das Auto deckt jetzt die Blessuren in der Lackschicht auf.
Allerdings ist Do-it-yourself nur bei kleinen Schäden anzuraten. Steinschlag-
Spuren lassen sich zwar mit einem Lackstift halbwegs übertünchen. Eine solche
Reparatur durch Laien hält aber einem kritischen Blick nur bei sehr sorgfältiger
und zeitintensiver Arbeit stand. Das gilt vor allem, wenn statt der
Lackstifte für größere Schäden die Sprühdose zum Einsatz kommt. Hier wird
der Aufwand an Zeit, Sorgfalt und Können für ein auch nur annähernd
befriedigendes Ergebnis unterschätzt.

Bei größeren Schäden empfiehlt sich die Reparatur im Kfz-Meisterbetrieb.
Von Steinschlägen oder anderen Schäden ist danach nichts mehr zu sehen.
Das liegt nicht nur an der Profi-Arbeit, sondern auch am verwendeten
Material. Der Reparaturlack ist deutlich widerstandsfähiger als es der Stoff
in Dosen oder Pinselflaschen aus technischen Gründen sein kann. Die
Experten setzen frisch gemischten und schnell aushärtenden
Zweikomponenten-Speziallack ein und nutzen zusätzliche Wärme zur
Härtung. Das macht die neue „Haut“ des Autos auch ähnlich widerstandsfähig
wie die Einbrenn-Lackierung eines Neuwagens. Zum Service in den Kfz-
Meisterbetrieben gehört es auch, den Farbton der neuen Farbe an die
Alterung der Lackierung anzupassen. Schließlich verändert sie sich durch
Sonnenlicht und Umwelteinflüsse mit der Zeit etwas.


Wer die Reparatur in Eigenregie wagt, sollte ein paar Ratschläge der
Fachleute beherzigen. In erster Linie heißt es, Geduld zu haben. Es muss
zudem mindestens 15 Grad warm sein. Bei tieferen Temperaturen härtet das
Do-it-yourself-Material nicht richtig aus und lässt den erwünschten Glanz
vermissen. Auch muss die Reparaturstelle sorgfältig vorbereitet werden. Es
genügt keinesfalls, einfach nur neuen Lack aufzutragen. Die ersten Schritte
sind Anschleifen und gegebenenfalls die Rostentfernung. Danach folgt die
Grundierung, die gründlich trocknen muss. Das gilt auch für den eigentlichen
Decklack, der bei Metallic-Farben zudem noch eine farblose Zusatzschicht
benötigt. Wenn es nicht sehr warm ist, nimmt eine „kleine Lackreparatur“
mehrere Tage in Anspruch. pm

 

Service