Kfz-Betriebe, die als Prüfstützpunkt genutzt werden

Nachweise zu den im Betrieb (Prüfstützpunkt) für die Durchführung der Hauptuntersuchung (HU) genutzten Messeinrichtungen und -geräte (Prüfmittel)

Damit ein Kfz-Betrieb, der als Prüfstützpunkt (PSP) von Prüfingenieuren (PI) einer oder mehrerer amtlich anerkannter Überwachungsorganisation/en (ÜO) mit denen ein "Prüfstützpunktvertrag" zur Durchführung der Hauptuntersuchung (HU) abgeschlossen wurde, genutzt wird, auch zukünftig seinen Kunden diesen Service anbieten kann, muss auch er alle in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) festgelegten Vorschriften erfüllen.

Für den Inhaber oder Verantwortlichen des PSP bedeutet dies, dass sie insbesondere sicherstellen müssen, dass die zur Durchführung der HU zur Verfügung gestellten Messeinrichtungen und -geräte (z. B. Bremsprüfstand, AU-Gerät Scheinwerfereinstell-Prüfgerät) den geltenden Vorschriften und Normen entsprechen. Prüfingenieure dürfen HU im PSP nur dann durchführen, wenn alle Einrichtungen und Geräte in einem ordnungsgemäßen Zustand sind und die vorgeschriebenen Stückprüfungen, Kalibrierungen und Eichungen durchgeführt wurden.

Seit Anfang 2017 müssen die ÜO im Zusammenhang mit der Begutachtung ihres Qualitätssicherungssystems gegenüber der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) belegen, welche Untersuchungsstellen sie u. a. zur Durchführung der HU nutzen und welche Messeinrichtungen und -geräte ihnen in den einzelnen Untersuchungsstellen zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für den PSP.

Damit der Aufwand für die Erfassung der Messeinrichtungen und -geräte, die dem PI zur Durchführung der HU zur Verfügung gestellt werden so gering wie möglich bleibt, wurde vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe eine PSP-Datenbank aufgebaut. Die Verantwortung liegt beim Zentralverband des Kfz-Handwerks (ZVK) - Bundesinnungsverband (BIV).

Als erster Schritt zum Aufbau der PSP-Datenbank wurden die Betriebsstammdaten sowie die Daten zu den ÜO, mit denen der Betrieb einen PSP-Vertrag abgeschlossen hat, in die PSP-Datenbank überführt. Die noch fehlenden Daten zu den Messeinrichtungen und Messgeräten im PSP sind kurzfristig durch den Inhaber oder Verantwortlichen selbst in der PSP-Datenbank über die Internetseite www.pspdb.de zu erfassen. Das Vorgehen für die Freischaltung und zur Eingabe der Daten ist im zum Download eingestellten

"Leitfaden für Kfz-Betriebe/Prüfstützpunkte (PSP) - Hintergrundinformationen und Erläuterungen zur Ergänzung der Gerätedaten in der PSP-Datenbank des Deutschen Kfz-Gewerbes (Stand: 19.01.2017)"

ausführlich beschrieben. Zur erforderlichen Registrierung muss zunächst neben der Kontroll- bzw. Anerkennungsnummer das Initialkennwort eingeben werden:

Kontroll- bzw. Anerkennungsnummer: FS X-XX-XXXX

Kennwort: dun1-12[1]

Durch die Bestätigung der Registrierung erteilt der Betrieb (PSP) auch die Zustimmung, dass die Daten gespeichert und an die Aufsichtsbehörden, die DAkkS sowie die ÜO, mit denen ein Vertrag abgeschlossen wurde, weitergegeben werden können.

Die eingegebenen Daten werden durch den Innungsbeauftragten bei der nächsten regulär anstehenden wiederkehrenden PSP-Prüfung bestätigt.

Durch das zeitnahe Einstellen der erforderlichen Daten in die PSP-Datenbank wird sichergestellt, dass auch zukünftig HU im Kfz-Betrieb (PSP) durchgeführt werden können.


[1] Das Initialkennwort ist für alle PSP in Sachsen gleich. Nach der Erstanmeldung muss durch den PSP ein persönliches Kennwort festgelegt werden.

Letzte Änderung: 06.03.2017Webcode: 0111924